10. Mai 2016

Den Horizont erweitern…

… ist ein passender Begriff um meine letzten, knapp drei Wochen, hier in Rumänien zu beschreiben. Kommunizieren mit kaum mehr als fünf ungarischen Vokabeln, Straßenverhältnisse mal ganz anders und auch eine Uhr die manchmal etwas flexibler tickt.

Nach einem halben Jahr Bibelschule bin ich jetzt im Rahmen meines dritten Bibelschulsemesters für drei Monate hier in Rumänien und darf die Arbeit von Közös Élet kennen lernen und mitarbeiten. Am 13. April bin ich in Cristuru Secuisec angekommen und wurde von Familie Schaser und dem Mitarbeiterteam herzlich willkommen geheißen. In den ersten Tagen durften ich die Arbeit unter den Romakindern und Jugendlichen kennen lernen, einen ersten Gottesdienst in der Kirchenburg in Arkeden miterleben und mich zwischendurch mit ein paar rumänischen Eigenheiten, wie dem Straßenverkehr, bekannt machen. Regelmäßig bin ich bei den Jugendabenden, dem Programm für die Romakindern und im Second-Hand Shop mit dabei. Trotz mancher Sprachbarriere macht mir die Arbeit viel Freude und ich bin sehr dankbar, dass ich vom Mitarbeiterteam so offen und herzlich aufgenommen und in die Arbeit mit hineingenommen wurde.

Wir danken Annkatrin von ganzem Herzen für ihren Dienst, dass sie sich als junger Mensch so von Gott gebrauchen lässt.
Wir sind durch sie sehr gesegnet!! ...und wir freuen uns auf die nächsten Wochen, die sie noch bei uns sein wird.
Liebe Grüße, eure Schasers aus Rumänien!

Erstellt von Christin Schaser am 10.05.2016 um 14:24 Uhr in Közös Élet, Berichte (Közös Élet).

11. Mai 2015

Powertime...

...die die Zeit nur so davonrasen ließ, aber auch durch das enorme Programm und die vielen Eindrücke einiges von uns forderte. Wenn ich diese Wochen in drei Worten zusammenfassen sollte, würde ich sagen, dass sie gefüllt waren mit Gemeinschaft, Arbeit und Freude. Und bei all dem und darüber hinaus durften wir erfahren, dass genau diese Zeit erfüllt war mit Gottes kraftspendender, erfreuender und segnender Gegenwart.

Das Team der 9 Bibelschüler aus Österreich startete am Donnerstag, den 16.04. um 2.00 Uhr in der Früh, um nach 16,5 Stunden behüteter Fahrt bei uns anzukommen. Gemeinsam haben wir in den letzten Wochen so manches erlebt, an dem wir euch in diesem Beitrag gerne Anteil geben wollen. Der Bericht ist ein Zusammenschnitt verschiedener Berichte der Bibelschüler an ihre Freundeskreise.

Los ging der Einsatz gleich mit einer großen Aktion: Um 11:00 Uhr erwarteten wir einen 40-Tonnen-LKW, der uns Sachen für den Second-Hand-Shop bringen sollte. Unsere Aufgabe war es, den ganzen LKW auszuladen – eine Arbeit von ca. zweieinhalb Stunden, wo viele fleißige Helfer mit angepackt haben.

Die folgenden Tagen waren gefüllt mit fleißigen und ausdauernden Einsätzen im Second-Hand und auf der Baustelle in Csekefalva. Dabei durften wir erleben, dass man auch sehr gut mit Händen und Füßen kommunizieren kann. Die Mitarbeiter sind aber auch sehr geduldig mit uns und wir dürfen immer wieder ein Wort mehr auf Ungarisch lernen. Tatkräftig sind in allem alle dabei, wortgewandt in der ungarischen Sprache noch lange nicht, aber es ist erstaunlich zu sehen wie man helfen, unterstützen und Gemeinschaft haben kann auch ohne die großen und vielen Worte.
Es sind die kleinen Gesten die letzten Endes zählen und die Andachten, Glaubenszeugnisse, Bibeltexte usw. werden alle in zwei Sprachen gehalten und vorgelesen. Bewegend war für mich auch die gemeinsame Lobpreiszeit mit Liedern, wo wir viele Lieder auf Englisch kennen und somit uns die Melodie vertraut war. Und beim Singen und Musizieren war es dann mehr als die Musik die uns vereint und zusammengeführt hat. Wir waren eins, weil Christus uns verbunden hat und wir als seine Kinder eins in IHM sind.

Gemeinsam bewerkstelligten wir einen Second-Hand-Verkauf. Schon vor dem Öffnen der Tore scharten sich die Menschen und als es dann endlich losging war es in dem Laden wie in einem Ameisenhügel, da es förmlich nur so herumwuselte, aber eben trotzdem in einer enormen Ordnung um die 500 Besucher „hindurchgeschleust“ wurden.

Auf dem Bau vom Romahaus konnten wir ordentlich mit anpacken. Es wurde gestrichen, lackiert, Boden verlegt, geschrubbt und währenddessen war immer wieder ein Loblied zu hören. Auch an Spaß hat es nicht gefehlt, so sollte Melli Staub sammeln, -was im ersten Moment völlig absurd klingt-, aber den wir dann tatsächlich während des Bodenlackierens in die Ritzen „verarbeitet“ haben.

Neben all der Arbeit die wir hier machen dürfen, sind uns die Teamzeiten, Gebetszeiten, Morgenandachten zusammen mit den hiesigen Mitarbeitern ein täglicher Begleiter, wo wir uns noch einmal auf das Wesentliche konzentrieren können: auf Jesus Christus. In allem, was wir hier machen, wünschen wir uns, Jesus Christus in den Mittelpunkt zu stellen und ihn zu verherrlichen.

An den Abenden hatten wir u.a. Frauen- und Männerhauskreis, Teamzeit mit Abendmahlsfeier, Jugendkreis, Sportprogramm und gemeinsames Grillen mit Tischkickerduellen begleitet.

Ein Highlight dieser Zeit war sicher der Start des Kinderprogramms im Romahaus. Das Zimmer für die Kinder wurde am Mittwochmorgen noch eingerichtet und gestaltet, damit ab dem Nachmittag dort das Kinderprogramm stattfinden konnte. Die Kinder haben sich richtig doll gefreut, in das neue Haus zu kommen und auch uns hat die Zeit mit den Kindern viel Spaß gemacht.
Mit der Vorbereitung des Essens, einem kleinen Input und einem Spiel unterstützen die Bibelschüler Christiane, die dann übersetzt. Es ist einfach so schön zu sehen, dass diese Kinder, die so wenig haben, etwas so Großes geschenkt bekommen. Dass diese Kinder fast jeden Nachmittag in ein Haus kommen dürfen, was für sie gebaut wurde und wo sie etwas von der Liebe Gottes lernen und erleben dürfen.
Seither findet das Kinderprogramm für die Vorschule und erste Klasse täglich statt. Die Kinder der 2.-4. Klasse haben einmal in der Woche ihr Programm.


Bewegend, ermutigend, faszinierend, berührend sind auch die Ausflüge, für welche an Wochenenden und freien Tagen immer wieder Raum ist. In Gemeinschaft verbindet der Glaube, ermutigt die Freude, berührt die Armut, ermutigt das gemeinsame Zeugnis.

Köszönöm szépen – vielen Dank für eure Gebete und alles ‚an uns Denken‘!
Köszönöm szépen – sagt auch das Team von Közös Élet, welches durch den Einsatz der Bibelschüler eine Teamerweiterung und wahre Unterstützung erlebt!

Das Team der Bibelschüler macht nun eine Pause bei uns und besucht für zwei Wochen andere Missionsarbeiten in Rumänien, wie zum Beispiel die Fackelträger in Rosenau. Wir wünschen euch Gottes reichen Segen für diese Tage und Begegnungen und freuen uns auf das Wiedersehn mit euch Ende Mai - dann in Arkeden!

Erstellt von Christin Schaser am 11.05.2015 um 09:28 Uhr in Közös Élet, Berichte (Közös Élet).

22. April 2014

Zweiter Baubericht vom "Haus für Roma-Kinder"

"Stein auf Stein, Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein" - so zumindest der Text eines Kinderliedes - aber auch die Fortschritte am Rohbau des Hauses in Csekefalva - seht selbst im aktuellen Bericht über die Baufortschritte mit einigen Fotos.

2. Baubericht aus Csekeflava "Haus für Roma-Kinder" (2147 kB)

Johann Schaser gemeinsam mit der Baufirma
Johann Schaser gemeinsam mit der Baufirma

Wir danken an dieser Stelle besonders Johann Schaser, der viel Zeit und Kraft investiert hat, um den Bau mit voran zu bringen, während der Abwesenheit von Benjamin die Stellung vor Ort zu halten und viel Organisatorisches rund um den Bau zu stemmen. Herzlichen Dank. Danke auch an Eva-Maria, die ihren Vater auf dieser Reise begleitete.

Erstellt von Christin Schaser am 22.04.2014 um 16:24 Uhr in Közös Élet, Berichte (Közös Élet).

04. März 2014

Erster Bericht zum "Haus für Roma-Kinder"

Im Dezember des vergangen Jahres konnte unser rum. Verein A.C.T. "Convietuirea" das Grundstück und Haus kaufen, auf dem in Zukunft das Kinderprogramm und die Hausaufgabenhilfe in Csekefalva stattfinden soll.
Wenige Wochen später konnten wir mit einigen jungen Männern mit den ersten Baumaßnahmen beginnen. Nun werden wir in wenigen Tagen die Baustelle an eine Baufirma übergeben, welche den Rohbau fertig stellen wird.

Im folgendne Dokument findet ihr weitere Inforamtionen und Bilder zum Haus.

Erster Bericht zum "Haus für Roma-Kinder" (1683 kB)

Erstellt von Christin Schaser am 04.03.2014 um 13:50 Uhr in Közös Élet, Berichte (Közös Élet).

08. Januar 2014

GOTT NAHE ZU SEIN IST MEIN GLÜCK - Ps. 73,28

"Friede sei mit dir" haben wir uns zum Jahreswechsel in der Kirchenburg in Arkeden gewünscht. In Frieden kann man das alte Jahr abschließen - in Frieden mit Gott und seinen Mitmenschen kann man das neue Jahr am Besten beginnen. Friede kommt von Gott durch Jesus Christus. IHM nahe zu sein ist persönlich erlebbares Glück.

Silvester haben wir mit 30 Leuten auf dem Kirchenburggelände in Arkeden verbracht. Die gemeinsame Freizeit mit unseren Freunden aus der Jugendarbeit Marienberg/Sachsen war sehr erlebnisreich und schön. Wir tauchten thematisch in den Philipperbrief ein und lernten bei Ausflügen Siebenbürgen besser kennen. Besondere Highlights waren das Kinderprogramm auf dem Hof vor dem "Haus für Romakinder" und der Lobpreisabend im "Haus des Lichts" gemeinsam mit Fanny und Felix Meinel.

Das Wetter war super, das Pfarrhaus war warm, die Gemeinschaft intensiv - obwohl es an jeglichem Komfort fehlt. Menschen haben Gott neu oder besser kennengelernt - wir danken unserem Gott für diese Zeit.

Gottes reichen Segen, Beni

Erstellt von Christin Schaser am 08.01.2014 um 14:50 Uhr in Közös Élet, Berichte (Közös Élet).

12. Juli 2013

"Mein Herr, danke das ich heute den Bären streicheln konnte, Amen."

Liebe Freunde, wir sind noch ganz erfüllt von der diesjährigen Kinderfreizeit. Unsere Romakinder haben uns oft unsere (menschlichen) Grenzen verdeutlich, uns zum Lachen und "unser Herz zum Stillstand" gebracht. Wie schon in vielen Briefen beschrieben, arbeiten wir mit sehr aktiven und lebensfrohen Kindern.

Bei uns wird es nie langweilig und wir werden auch nie ein Problem mit dem demografischen Wandel haben, zumindest was der Rückgang der Geburten bei den Roma betrifft... Der Highlight der diesjährigen Kinderfreizeit war ein Besuch im renovierten Zoo in Tg. Mures. Sorgfältig haben wir im Vorfeld kleine Gruppen gebildet, Regeln mehrmals erklärt und damit möglichst nichts schief geht, habe ich die aktivsten Jungs in meine Kleingruppe genommen. Alles lief super. Die Kinder hatten viel Freude beim Füttern von Kleintieren und beim Streicheln von Ponny`s und Pferden. Auch die wilden Tiere bestaunten wir aus guter Entfernung. Bei Bärenstand schoss ich noch ein Foto und sowie ich meine Jungs versuchte zu zählen merkte ich wie unser Aktivster fehlt. Ich drehte mich eine weitere viertel Drehung und sah unseren Norbert-Attila am Bärenzaun hinter der Besucherabsperrung. Auf der anderen Seite des Zaunes saß ein Bär direkt am Zaun. Unser Romajunge hatte mitleid mit dem Bären und wollte ihm durch den Maschendrahtzaun hindurch etwas Trost spenden und ihn streicheln...

Mein Herz stand still, doch meine Reaktion war so schnell wie nur selten zuvor... Das Erlebnis war für Norbert-Attila ein ganz besonderes und GOTT SEI DANK ist nichts passiert.

In unserer Abend-Abschlussrunde betete Norbert-Attila ""Mein Herr, danke das ich heute den Bären streicheln konnte, Amen." Als Mitarbeiter stimmten wir mit ein und beteten "Danke Herr, dass du uns beschützt hast, Amen!"

Gottes Segen, Benjamin Schaser

Erstellt von Daniela Weiß am 12.07.2013 um 15:17 Uhr in Közös Élet, Berichte (Közös Élet).